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Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze - Ein Appell der Landesregierung gemeinsam aktiv für ein friedliches und respektvolles Miteinander ohne Hass und Hetze und für die Demokratie einzutreten.

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Online-Panel: Sexismus und seine vielen Gesichter – vom rosa Kleidchen, über Catcalling bis zum Femizid

Flyer zum Online-Panel Sexismus

Mit dem Begriff Sexismus verbinden wir sehr viele unterschiedliche Phänomene: Den sogenannten Gender Pay Gap, Catcalling (verbale Belästigung), stereotype Rollenbilder und leider auch besonders schlimme Taten durch sexualisierte Gewalt bis hin zum Femizid (Tötung von Frauen und Mädchen aufgrund des Geschlechts). Und das alles im Jahr 2021. Mit diesem Wissen fragen wir uns: Wie bereit ist unsere Gesellschaft diese Themen anzuerkennen und zu bekämpfen? 

Ganz besonders wichtig im Kampf gegen jegliche Formen von Sexismus ist die Reflektion von Denkmustern und Verhaltensweisen. Hierbei können „das war halt immer so“ oder „ist ebenso“ niemals ausreichende Antworten auf unsere kritischen Gedanken sein. Denn einige unserer sexistischen Denkmuster sind nicht direkt als solche erkennbar. 

Das Panel findet am Dienstag, den 5. Oktober 2021, von 18 - 20 Uhr digital bei Zoom statt.

Formlose Anmeldung bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Folgendes Szenario:
Ein Elternteil muss Gummistiefel für den Sohn besorgen. Im Geschäft gibt es genau zwei Paar in der Größe des Sohnes. Ein Paar blaue mit Piratendruck und ein paar in rosa mit Feendruck. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wird sich der Elternteil für die blauen Schuhe entscheiden. Hier wird deutlich, dass Sexismus uns seit unserem ersten Atemzug, wenn nicht sogar davor, begleitet. Insofern ist es auch nicht einfach diese anerzogenen Muster abzulegen und/oder zu hinterfragen. Betroffene leiden in vielen Hinsichten. Dies kann sich in Unwohlsein, aber auch in psychischen oder physischen Schäden äußern.

Unsere Expert:innen blicken aus diversen Perspektiven auf diese Geschehnisse: 

  • Laura Schäfer studiert Soziale Arbeit. Die Aktivistin ist Mitbegründerin des Queertreff Bad Kreuznach und beschäftigt sich vor allem auch mit Queerfeindlichkeit und Sexismus. Sie teilt ihre Erfahrungen aus der Queer Community mit uns.

  • Ifrah Yusuf ist Mikrobiologin und begleitet ehrenamtlich geflüchtete Menschen beim Pfarramt für Ausländerarbeit. Aufgrund ihrer eigenen Biographie beschäftigt sie sich besonders mit der Intersektion Sexismus, Rassismus und Muslimfeindlichkeit.

  • Sabine Wollstädter ist Beraterin beim Frauennotruf Mainz. Hier betreut sie die Onlineberatung und das Thema sexuelle Belästigung in der Ausbildungswelt und an Hochschulen. Dadurch bekommt sie Einblicke in schreckliche Situationen von Überlebenden und erarbeitet gemeinsam mit ihnen Auswege.

  • Julia Reinhardt berichtet über die Täterarbeit. Die Pädagogin und Kriminologin ist bei der Täterarbeitseinrichtung „Contra Häusliche Gewalt!“ tätig. Mit ihrer Perspektive und Expertise finden wir den Weg zu den sexistischen Denkweisen von Tätern.

Moderiert wird das Panel von Josefiné Inak. Die Studentin ist Teil des CatcallsofBadKreuznach Duos. Catcalls-Gruppen weltweit machen durch Straßen- und digitale Aktionen auf verbale Belästigung aufmerksam.

Das Publikum wird in der zweiten Hälfte die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung findet bei Zoom-Webinar statt. Die Teilnehmenden haben kein Bild und keinen Ton. Über eine integriertes "Frage & Antwort"-Tool kann man sich in das Gespräch einbringen. Das Publikum wird in der zweiten Hälfte die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen. Wer persönlich eine Frage stellen möchte, kann eine Freigabe seiner seines Mikros anfragen. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet.

Das Online-Panel wird veranstaltet von „Wir – Flüchtlinge aktiver Bad Kreuznach“ (Pfarramt für Ausländerarbeit), CatcallsofBadKreuznach, dem Queertreff Bad Kreuznach und der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz.

Die Arbeit des „Wir“ - Projekts wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie durch den Landkreis Bad Kreuznach. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Zukunft retten“ statt und wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“. Wir danken dem Bündnis „Kreuznach für Vielfalt“ und der Stadtjugendförderung Bad Kreuznach für die Unterstützung.

Wir freuen uns auf eine lehrreiche und spannende Veranstaltung!

 

Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“
Logo des Bundesprogramms, linke Hälfte Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendLogo des Bundesprogramms, rechte Hälfte mit buntem Schriftzug Demokratie leben. Mit Ausrufezeichen.

„Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.“

Inhaltliche Grundlagen

Eine erfolgreiche Förderperiode von 2015 bis 2019 liegt hinter der Partnerschaft für Demokratie Bad Kreuznach. Aus diesem Anlass stellte Günter Kistner für die lokalen Koordinierungs- und Fachstelle die Arbeit der vergangenen 5 Jahre im Kreisjugendhilfeausschuss vor.

Präsentation 5 Jahre „Demokratie leben!“