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Kunstaktion und Protest in Bretzenheim rund um den 8.Mai

00 Die Shirts unserer Aktion #MeinShirtistda wurden gestern morgen abgehängt. Knapp 100 Shirts kamen nach unserem Aufruf zusammen: T-Shirts gestalten als ein Zeichen gegen den halbjährlichen Aufmarsch der extremen Rechten in Bretzenheim. Die Shirts hingen als Kunstaktion drei Tage in Bretzenheim, neben dem Mahnmal „Feld des Jammers“, welches an das nach dem 2. Weltkrieg dort befindliche Kriegsgefangenlager mahnen und erinnern soll.

Eine Kunstaktion verhindert natürlich keinen Aufmarsch und keine Hetze am Mahnmal. Vielleicht interessierte es die am Sonntag Anwesenden etwa 20 extremen Rechten nicht einmal. Für diejenigen, die sich täglich für eine offene, bunte und vielfältige Gesellschaft einsetzen, gibt es aber ein positives  Gefühl, trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein kleines, aber feines Zeichen setzen zu können. Nicht nur vor Ort, sondern auch beim Bemalen der Shirts im Vorfeld.

Besonders gefreut haben wir uns über die Kita Hermann Rohloff, die mit den Kindern gemeinsam Shirts gestaltete und so das Thema Diskriminierung aufgriff: „Wir sind doch alle Kinder und malen das T-Shirt gemeinsam…“.

Besonders freuen werden sich vielleicht auch einige T-Shirt-Gestalter:innen, sollten sie ihr Shirt demnächst mal im Haus der Geschichte in Bonn sehen. Denn von dort erhielten wir die Anfrage, ob wir einige Exemplare für künftige Ausstellungen zum Thema Rheinwiesenlager zu verfügung stellen können.

#MeinShirtistda - Ich bleib zu Hause

Freitag gegen Abend gestaltete eine kleine Gruppe das Umfeld des Mahnmals etwas kunstvoller und bunter als es gewöhnlich dort aussieht. Knapp 100, teils mit Botschaften beschriftete Shirts, aufgehängt auf Leinen zwischen den Bäumen. Dank schönem Wetter und blühendem Rapsfeld daneben, sind viele schöne Fotos entstanden.

Unschöne Überraschung am Samstag morgen danach: Unsere Kunstaktion wurde in der Nacht auf Samstag zerstört. Die meisten Shirts lagen im angrenzenden Rapsfeld. Offensichtlich können nicht alle den 8.Mai als den (Jahres-)Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus feiern.

Abends wurden die Shirts (natürlich!) wieder aufgehängt. Nun zwischen den Bäumen entlang des angrenzenden Radweges und „begrüßten“ von dort die etwa 20 extremen Rechten, die nachmittags am Mahnmal eine Kundgebung abhielten.

Schau mal wer da hetzt

Die Teilnehmenden der extrem rechten Kundgebung setzen sich überwiegend zusammen aus Mitgliedern der NPD, der Mini-Kleinstpartei „Die Rechte“ bzw. der personengleichen „Kameradschaft Rheinhessen“, hielten 3 Reden am Mahnmal und zogen nach einer Stunde wieder ab.
Nach Angaben der Polizei, wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung eingeleitet.

Lautstarker Gegenprotest

Etwa 70 Menschen nahmen knapp 150 Meter entfernt an einer Protest-Kundgebung teil, äußerten lautstark ihren Unmut gegen die extremen Rechten und zogen nach Beendigung der Veranstaltung größtenteils als Demonstration zum Bahnhof in Bretzenheim. Aufgerufen dazu hatten verschiedene antifaschistische Gruppierungen.

Warum wir als Bündnis nicht vor Ort waren

Pandemiebedingt riefen wir als Bündnis „Kreuznach für Vielfalt“, anders als in den Jahren zuvor, nicht zum direkten Protest vor Ort auf.
Unserer Einschätzung nach, ist es während einer Pandemie sinnvoller eine Kunstaktion vor Ort zu kreieren, die stellvertretend für viele Menschen steht, als mit mehreren hundert Menschen anwesend zu sein. Auch wenn das vielleicht mit entsprechenden coronabedingten Auflagen möglich gewesen wäre.

Höchstwahrscheinlich wird es leider, leider nicht der letzte Aufmarsch der extremen Rechten gewesen sein. Und dann sind wir auch wieder da. Selbstverständlich. Alle gemeinsam gegen den Faschismus!

Weitere Links:

Kita Hermann Rohloff gestaltet T-Shirt für Aktion am Mahnmal in Bretzenheim
Polizeibericht zu Veranstaltungen am 9. Mai
Fotodokumentation der Kundgebung der extremen Rechten am Mahnmal

Fotos der Aktion #MeinShirtistda

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Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“
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„Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.“

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Eine erfolgreiche Förderperiode von 2015 bis 2019 liegt hinter der Partnerschaft für Demokratie Bad Kreuznach. Aus diesem Anlass stellte Günter Kistner für die lokalen Koordinierungs- und Fachstelle die Arbeit der vergangenen 5 Jahre im Kreisjugendhilfeausschuss vor.

Präsentation 5 Jahre „Demokratie leben!“