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Stellungnahme zur Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“

logo tfksDie unabhängige Forschungsgruppe „Heymat“ der Humbolt-Universität Berlin hat eine Stellungnahme zur der vergangene Woche vom Bundesinnenminsterium vorgestellten Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ veröffentlicht. Die Stellungnahme bewertet die Studie teilweise aus „methodischen Überlegungen für fragwürdig“ und belegt das sehr konkret anhand einiger Beispiele. Der Umgang mit Interpretationen von Ergebnissen und Zahlen in den Medien und bei der Vorstellung der Studie durch von Bundesinnenminister Friedrich wird scharf kritisiert.

So heißt es in der Einleitung der Stellungnahme der Forschungsgruppe:

„Der Umfang der Studie (sie umfasst 764 Seiten), die Komplexität des Themas und der statistischen Methoden führt dazu, dass die Medien solche Zahlen und Statistiken heraus greifen, die sich besonders griffig zu Schlagzeilen verarbeiten lassen. Die von den Forschern selbst genannten Limitierungen der Studie, hinsichtlich der Repräsentativität und der Interpretation der Ergebnisse, wurden von Bundesinnenminister Friedrich selbst, aber auch von einem Großteil der berichtenden Medien, leider wenig oder gar nicht zur Kenntnis genommen.“

Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“

Die Studie wurde von Psychologen, Soziologen und Kommunikationswissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Jacobs University Bremen, der Johannes Kepler Universität Linz und der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung Weimar über einen Zeitraum von drei Jahren im Auftrag des Bundesinnenministeriums durchgeführt. Dazu wurde unter anderem die Berichterstattung deutscher, türkischer und arabischer Fernsehsender und muslimische Internetforen ausgewertet, Integration und Werteeinstellungen über mehrere Generationen untersucht und Interviews mit muslimischen und nicht muslimischen Jugendlichen geführt.

Neben dem Ergebnis der Studie, dass der überwiegende Teil der Muslime bereit ist sich zu integrieren und Gewalt strikt ablehnt, zeigen andere Aussagen, dass sich viele Jugendliche durch undifferenzierte Berichterstattung der Medien und Ausgrenzung ihnen gegenüber benachteiligt fühlen. Dazu passt das auf die Studie folgende mediale Echo hervorragend.

Die Studie in den Medien

Vergangene Woche wurde die Studie offiziell von Bundesinnenminister Friedrich vorgestellt. Die Bild-Zeitung hatte aber bereits tags zuvor ihre ganz eigene Interpretation von Ergebnisse und Zahlen genutzt. Der Hinweis das diese Studie nicht repräsentativ sei, wie es die Ersteller ausdrücklich betonen, fehlte allerdings. Den Umgang einiger Medien und Nachrichtenagenturen mit der Studie und der Schlagzeile der Bild-Zeitung dokumentiert der Bild-Blog.

Die Autoren reagieren entsetzt auf die mediale Berichterstattung. Peter Holtz, Mitautor der Studie, kommt in einem Gastbeitrag auf Spiegel Online zu Wort.

Weiterführende Links

Forschungsgruppe Heymat
pdfStellungnahme der Forschungsgruppe „Heymat“
pdfDownload der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ auf der Seite des Bundesinnenministeriums

Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“
Logo des Bundesprogramms, linke Hälfte Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendLogo des Bundesprogramms, rechte Hälfte mit buntem Schriftzug Demokratie leben. Mit Ausrufezeichen.

„Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.“

Inhaltliche Grundlagen

Eine erfolgreiche Förderperiode von 2015 bis 2019 liegt hinter der Partnerschaft für Demokratie Bad Kreuznach. Aus diesem Anlass stellte Günter Kistner für die lokalen Koordinierungs- und Fachstelle die Arbeit der vergangenen 5 Jahre im Kreisjugendhilfeausschuss vor.

Präsentation 5 Jahre „Demokratie leben!“