Kreuznach für Vielfalt

Miteinander gut leben

Logo Miteinander gut leben - Gegen Hass und Hetze

Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze - Ein Appell der Landesregierung gemeinsam aktiv für ein friedliches und respektvolles Miteinander ohne Hass und Hetze und für die Demokratie einzutreten.

Appell der Landesregierung unterstützen und mitzeichnen

Newsletter abonnieren

Sie erhalten etwa drei-viermal im Jahr Neuigkeiten per E-Mail.
Bitte Datenschutzhinweise beachten.

 

Das Jugendforum


Das Jugendforum ist eine durch das Bundesförderprogramm Demokratie Leben ins Leben gerufene Initiative für Jugendliche und junge Erwachsenen bis 27 Jahre. Es werden Geldmittel zur Verfügung gestellt, um demokratische und gemeinnützige Projekte umzusetzen.

Aktivitäten des Jugendforums

 

Aktuelles Projekt:

Jugend im Dialog

 

Weitersagen!

  
facebook
  Instagram  rss

Terminkalender

<< August 2020>> 
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
     12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      

Terminübersicht

Nächste Termine

Keine aktuellen Veranstaltungen.

Ausstellung zum Thema Kinderarbeit

Foto Ausstellung KinderarbeitUnter dem Titel „Kleine Hände – krummer Rücken“ zeigt das Lernzentrum der Evangelischen Erwachsenenbildung an Nahe und Glan in Bad Kreuznach eine Ausstellung zum Thema Kinderarbeit. Die Schau von Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, präsentiert in Bildtafeln Beispiele von sklavenähnlicher Arbeit, zu der weltweit etwa 8,4 Millionen Kinder gezwungen werden.

„Sie hatten nie die Chance, Kinder zu sein“

Vielen der überwiegend jungen Besucher des Lernzentrums werden die Motive auf den Ausstellungsfotos bekannt vorkommen, weil sie selbst als Kinder hart arbeiten mussten. Die meisten kommen aus Flüchtlingsfamilien. „Sie finden hier zum ersten Mal in ihrem Leben einen Ort, an dem sie organisiert lernen können“, erklärt Siegfried Pick, Pfarrer für Ausländerarbeit im Kirchenkreis. „Sie hatten nie die Chance, Kinder zu sein und zur Schule zu gehen“ Pick nennt als Beispiel den heute 21-jährigen Parviz aus Afghanistan. Bereits mit sechs Jahren arbeitete er in einer Autowerkstatt. „Jetzt lernt Parviz hier das kleine Einmaleins, weil er in seiner Heimat schon als Teenager einen Betrieb führen musste“, berichtet Pick.

Auch der junge Kurde Resul hat in der Türkei, nie eine Schule besucht. Als Kind war der heute 31-Jährige Hütejunge, ging dann mit seinem Vater auf den Bau, wo er für die Arbeiter kochen musste. Als er mit seiner Familie nach Bad Kreuznach kam, fand er in keiner Schule Aufnahme. „Damals herrschte die Meinung, die Flüchtlingskinder würden bald in ihre Herkunftsländer zurückkehren, ein Schulbesuch sei schon wegen der mangelnden Deutschkenntnisse nicht möglich“, erläutert Siegfried Pick. Mit Hilfe des Lernzentrums hat sich Resul mühsam mit den Grundtechniken von Rechnen, Schreiben und Lesen so vertraut gemacht, dass er bereits eine Prüfung im Rahmen seiner Ausbildung bestanden hat.

Wie Parviz oder Resul geht es vielen Kindern. In Extremfällen schuften sie in Haushalten, Textilfabriken, Teppichwerkstätten und Steinbrüchen, werden als Kindersoldaten missbraucht oder zur Prostitution gezwungen. Wirksamstes Mittel dagegen wäre eine Beseitigung der Armut, die viele Familien dazu zwingt, auch die Kinder zur Sicherung des Lebensunterhaltes heranzuziehen. So verpassen sie die Chance auf ein besseres Leben, das nur eine Schulbildung garantiert.

Die Ausstellung ist Teil einer Unicef-Kampagne die auf eine Ächtung ausbeuterischer Kinderarbeit zielt. Sie will ein Bewusstsein wecken über die Bedingungen, unter denen preiswerte Grabsteine für unsere Friedhöfe gehauen oder Billigtextilien für unserer Schnäppchenmärke produziert werden.  „Wir haben als Verbraucher das Recht, auf Standards der Produktion von Waren zu bestehen, die wir kaufen“, unterstreicht Pfarrer Pick.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Lernzentrum der Evangelischen Erwachsenenbildung an Nahe und Glan, Wassersümpfchen 23, ist vom 6. Januar an bis Ende des Monats zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag 14.30 bis 19.30 Uhr, Dienstag 9 bis 13 Uhr, Mittwoch 9 bis 13 und 14.30 bis 17.30 Uhr, Donnerstag 14.30 bis 20 Uhr.

Ausstellung KinderarbeitMichael Schunck (links) und Ausländerpfarrer Siegfried Pick werben für die Unicef-Ausstellung „Kleine Hände – krummer Rücken“, die Kinderarbeit anprangert.

Text und Fotos: Marion Unger, Evangelischer Kirchenkreis An Nahe und Glan

 

 

Einige Zahlen und Fakten von Unicef zum Thema Kinderarbeit

  • Rund 8,4 Millionen Mädchen und Jungen weltweit  haben ein besonders schlimmes Schicksal: Sie werden als Kindersoldaten, Schuldknechte oder Zwangsarbeiter ausgebeutet.
  • Mindestens eine Million Kinder werden allein jedes Jahr in Asien als Prostituierte missbraucht.
  • Die meisten arbeitenden Kinder leben in Afrika südlich der Sahara. 69 Millionen Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. In Süd- und Ostasien gibt es 66 Millionen Kinderarbeiter, in Südamerika 12 Millionen. 
  • Kinderarbeit ist oft kaum sichtbar. Zigtausende Kinder tauchen in keiner Statistik auf. Sie schuften in Haushalten, als Müllsammler und Schuhputzer und sind nirgendwo registriert. Andere werden als Drogenkuriere missbraucht.
  • Viele arbeitende Kinder erhalten keine Bezahlung. Vor allem Hausmädchen bekommen oft nicht mehr als Essen und eine Unterkunft.

Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“
Logo des Bundesprogramms, linke Hälfte Logo des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendLogo des Bundesprogramms, rechte Hälfte mit buntem Schriftzug Demokratie leben. Mit Ausrufezeichen.

Inhaltliche Grundlagen

Eine erfolgreiche Förderperiode von 2015 bis 2019 liegt hinter der Partnerschaft für Demokratie Bad Kreuznach. Aus diesem Anlass stellte Günter Kistner für die lokalen Koordinierungs- und Fachstelle die Arbeit der vergangenen 5 Jahre im Kreisjugendhilfeausschuss vor.

Präsentation 5 Jahre „Demokratie leben!“