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Das Jugendforum


Das Jugendforum ist eine durch das Bundesförderprogramm Demokratie Leben ins Leben gerufene Initiative für Jugendliche und junge Erwachsenen bis 27 Jahre. Es werden Geldmittel zur Verfügung gestellt, um demokratische und gemeinnützige Projekte umzusetzen.

Aktivitäten des Jugendforums

 

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Digital Streetwork - Pädagogische Interventionen im Web 2.0

logo der Amadeu Antonio StiftungDigitale Sozialarbeit kann einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag bilden, um schon präventiv gegen Hass und Hetze in den Sozialen Netzwerken zu arbeiten. Die Handreichung "Digital Streetwork. Pädagogische Interventionen im Web 2.0" stellt die Praxiserfahrungen des Projekts debate// der Amadeu Antonio Stiftung vor.

Kostenloser Download der Broschüre  auf der Seite der Amadeu Antonio Stiftung.

Rechtsextreme und Rechtspopulist*innen nutzen digitale Medien auf der Höhe der Zeit – und mit Erfolg. Mit Hasskampagnen und gezielter Desinformation versuchen sie, Debatten zu beeinflussen und die Grenzen des Sagbaren aufzuweichen. Rechtsaffine sind längst nicht die einzige Zielgruppe der Online-Propaganda. Die Neue Rechte bedient sich zunehmend auch an harmlos wirkenden Themen wie Tierschutz und veganen Food-Blogs, um »unbedarfte« User*innen zu erreichen.

Gerade für Jugendliche sind Soziale Netzwerke Orte der Identitätsbildung. Hier suchen sie Orientierung und Bestätigung. Da ist es ein Leichtes, rassistische und demokratiefeindliche Positionen in scheinbar unpolitische Diskussionen einfließen zu lassen und damit unausgereifte Meinungen von Jugendlichen zu beeinflussen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Rechtsextremismus-Prävention darf nicht mehr nur offline stattfinden.

In Online-Netzwerken wird Sozialarbeit aber bisher kaum betrieben. Die Übertragung erfolgreicher Präventionsansätze und die Entwicklung neuer Methoden für das Web 2.0 steckt noch in den Kinderschuhen. Medienbildung bezieht sich bislang vor allem auf technische Kompetenzen, weniger jedoch auf demokratiegefährdende Inhalte des Internets. Das Projekt debate// der Amadeu Antonio Stiftung will diese Lücke schließen und mit rechtsaffinen Jugendlichen im Netz in Dialog treten. Aber auch mit denen, die still zuschauen oder mitlesen. Sie bleiben oft im Hintergrund – aus Unsicherheit, wie sie das Gesehene bewerten sollen oder weil sie sich nicht trauen, dazwischen zu gehen. Hier setzt das Projekt an: Um den Kreislauf des Schweigens zu durchbrechen, werden demokratische Wortführer*innen gestärkt und engagierte Jugendliche ermutigt.

Die ersten Erfahrungen, die das Projekt in der digitalen Sozialarbeit gemacht hat, werden in der neuen Handreichung »Digital Streetwork. Pädagogische Interventionen im Web 2.0« aufgearbeitet. Die Broschüre wertet die zweijährige, wissenschaftlich begleitete Modellphase des Digital Streetwork aus. Sie erklärt, wie es gelingt, Jugendliche im Netz anzusprechen und Präventionsarbeit aus der analogen in die digitale Welt zu übertragen. So funktioniert demokratie-fördernde Sozialarbeit für eine digitale Debattenkultur im Web 2.0.

Die Broschüre kann bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Projekt und die Broschüre werden durch die Freudenberg Stiftung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert.

Text: Amadeu Antonio Stiftung

Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Logo demokratie lebenLogo demokratie leben

Inhaltliche Grundlagen

Als Grundlage für die Förderung durch das Bundesprogramm werden zu Beginn eines Förderjahres Fortschreibungsanträge, im Verlauf eines Jahres Zwischenberichte und abschließend Ergebnisberichte geschrieben. Diese bilden die inhaltliche Grundlage.
pdfAntrag für neues Bundesprogramm 2015 (1.38 MB)
Der Abschlussbericht dokumentiert die Arbeit aus dem Förderzeitraum 2007–2010.
pdfErgebnisbericht 2007-2010 (2.9 MB)