Kreuznach für Vielfalt

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Das Jugendforum


Das Jugendforum ist eine durch das Bundesförderprogramm Demokratie Leben ins Leben gerufene Initiative für Jugendliche und junge Erwachsenen bis 27 Jahre. Es werden Geldmittel zur Verfügung gestellt, um demokratische und gemeinnützige Projekte umzusetzen.

Aktivitäten des Jugendforums

 

Aktuelles Projekt:

Jugend im Dialog

 

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Terminübersicht

Protokollauszug der Sitzung des lokalen Begleitausschusses vom 18. Mai 2017

Austauschrunde über die aktuelle Lage in Stadt und Kreis

Die Aktion auf dem Kornmarkt anlässlich des  Anti-Rassismus-Tages wird im Ausschuss  positiv bewertet. Gleiches gilt für das nachfolgende Konzert mit Heinz Ratz. Erfreulich war die Tatsache, dass bei beiden Veranstaltungen viele Mitglieder des Begleitausschusses zugegen waren. Die Landkarte des Kreises mit den vielen „Gesicht zeigen“ Gesichtern soll im Netzwerk am Turm aufgehängt werden.

Die Diskussionsveranstaltung „Welchen Platz hat der Islam in unserer Stadt?“ bei der Miguel Vicente (Beauftragter für Migration und Integration des Landes Rheinland-Pfalz) und Dr. Michael Vesper (Historiker aus Bad Kreuznach) als Gesprächspartner mitgewirkt haben, ist ebenfalls sehr gut verlaufen. Zusätzliche Themen und Fragen rund um das Thema Türkei - Islam - Moscheebau  aus der Veranstaltung wurden festgehalten und könnten bei Folgeveranstaltungen thematisiert werden. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Warum werden gerade so viele junge Deutschtürken immer konservativer und zählen zu den Anhängern Erdogans?
  • Wie kann dieser Personenkreis eine eigene Identität im Ankommen in unserer Gesellschaft entwickeln?
  • Wie geht die Arbeit von Ditib als religiöse Organisation weiter, wenn die Regierungsferne von der Türkei in dem in Arbeit befindlichen Gutachten nicht festgestellt wird?
  • Können Probleme, Empfindlichkeiten oder Spannungen, die auch im jüdisch - christlichen Bereich vorhanden sind und zu deren Abbau dort die christlich-jüdische Gesellschaft beiträgt, durch ein ähnliches Konstrukt im islamisch - christlichen Bereich geklärt werden?

Der christlich – islamische Dialog hat nach Auskunft eines Ausschussmitgliedes durch vereinbarte regelmäßige Gespräche und Begegnungen zwischen Vertretern unterschiedlicher christlicher und muslimischer Gemeinden begonnen.

Am 7. Mai hat am Mahnmal in Bretzenheim wieder ein Aufmarsch von Menschen mit rechter Gesinnung stattgefunden. Der Aufmarsch wurde eher durch Zufall denn mit Absicht beobachtet. Ein Beobachter des Aufmarsches schätzt, dass zwischen 80 und 120 Personen daran teilgenommen haben. Es ist in Zukunft dringend erforderlich, dass die Kreisverwaltung als zuständige Behörde für die Kundgebung uns über solche Vorhaben aus der rechten Szene rechtzeitig informiert. Hier gilt es die entsprechenden Informationswege zu verabreden.

Wenn wir am Mahnmal nichts machen, wird die Wahrscheinlichkeit steigen, dass Bretzenheim von den Rechten wieder stärker heimgesucht wird.
Es wird vereinbart, zu versuchen genauere Infos über die Veranstaltung zu bekommen. Eine geeignete Veranstaltung im Herbst soll auf der nächsten Demokratiekonferenz, die auch gleichzeitig wieder der Ratschlag gegen Rechts ist überlegt werden.

Aktuelles aus dem Bundesprogramm

Das nächste Vernetzungstreffen von allen Partnerschaften für Demokratie und Modellprojekten in RLP findet  morgen in Mainz statt. Drei Mitglieder des Begleitausschusses werden es besuchen.

Am 5. Fachtag in Worms haben zwei Mitglieder des Begleitausschuss teilgenommen. In vier Kurzreferaten wurden die Themen Autoritarismus, Handlungsstrategien gegen Radikalisierung in der Migrationsgesellschaft, Fremdheitsakzeptanz und Prävention salafistischer Ansprachen erörtert.
Dabei kristallisierte sich folgender Ablauf beim Begegnen von Neuem hinaus:
1. Kennenlernen + Fremdheit akzeptieren
2. Fremdheit anerkennen
→ 1. + 2. Müssen ausgehalten werden
3. Probleme + Konflikte erkennen und unterscheiden, ob eine reale Gefahr besteht
4. Unsere Arbeit ist es nun, Alternativen aufzeigen zu den einfachen Antworten von AfD, IS etc…

An dem Fachtag „Jenseits von Richtig und Falsch - wie umgehen mit Fremdenangst, Ausgrenzung und Neid“ der am 20. Juni in der Kreisverwaltung stattfindet, werden zwei Mitglieder des Begleitausschuss mitwirken. Ursprünglich ist der Fachtag für die Fachkräfte der sozialen Arbeit an Schulen konzipiert. Es können aber alle Interessierte aus der Jugendarbeit gerne teilnehmen.

Sachbericht und Verwendungsnachweis für das Jahr 2016 für den Bund werden aktuell bis Ende Juni fertiggestellt.

Aktuelles und Anträge an den Fonds „Kreuznach für Vielfalt“

Im Ausschuss werden twei Projektideen vorgestellt, die über den Fonds „Kreuznach für Vielfalt“ gefördert werden sollen. Die evangelische Jugend will 2018 mit Juleica-Inhaber*innen das Anne-Frank-Haus in Amsterdam und das Durchgangslager Westerbork besuchen.

Das Ausländerpfarramt will sich mit Unterstützung von zwei Mirtarbeitenden des Ausländerpfarramtes (einer davon derzeit Honorarkraft in der Mühle) stärker in der Kirchsteinanlage engagieren.

Der Ausschuss begrüßt beide Vorhaben und bittet die Träger diese Ideen weiter zu verfolgen und entsprechende Förderanträge zu stellen.

Mitteilungen und Verschiedenes

Der Bund hat neue Werbematerialien entwickelt und zur Verfügung gestellt. Diese Werbematerialen können bei „Der Mühle“ nachbestellt werden.

Das Projekt des  MTV „Integration von Flüchtlingen in Sportvereine im Landkreis Bad Kreuznach“ ist sehr gut angelaufen.

Es gibt intensive Überlegungen wie man das Jugendforum wieder neu beleben könnte. Diskutiert wird auch, wie geeignete kleinere Projekte aussehen könnten und ob eine Kombination mit der Werbekampagne des KJR für die Bundestagswahl möglich ist. Einen gemeinsamen Termin mit der Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und dem Begleitausschuss wird vereinbart.

Der Begleitausschuss trifft sich das nächste Mal am 24. September 2017 um 17 16 Uhr im Jugend- und Kooperationszentrum „Die Mühle“.

Anhang zur Willkommensgruppe des IB:

Zeitlich unabhängig vom Treffen des Begleitausschusses hat es ein Gespräch mit dem IB und dem Kreisjugendamt gegeben, bei dem die Arbeit der Willkommensgruppe Thema war.

Wesentliche Erkenntnisse dieses Gespräches waren:
- Es gibt keine Gruppenstruktur mehr, sondern eine Projektstruktur.
- Ohne die Förderung durch „Kreuznach für Vielfalt“ gäbe es diese Angebote nicht (Diese Angebote gehören nicht zu den Aufgaben des JMD).
Der IB schlägt vor den Titel des Projektes von Willkommensgruppe in "Willkommen in Crucenia" zu ändern.

Von der „Willkommensgruppe“ zu „Willkommen in crucenia – sozialpädagogische Begleitung zur sozialen Integration“

2014 – 2016
Ursprünglich wurde in diesen Jahren eine festgelegte Gruppe neuzugewanderter SchülerInnen im Zusammenwirken Schule (Sprachförderung), JMD (Casemanagement für bestimmte SchülerInnen) und LAP (soziale Integration) sozialpädagogisch betreut. Der Titel Willkommensgruppe stellte das Dach für die als Gruppe festgelegten TeilnehmerInnen dieser Angebote dar.

2016 - 2017
Aufgrund der stark gestiegenen Zahl von neu hinzugezogenen jungen Menschen, vielfach mit Fluchterfahrung, hat sich ab dem Schuljahr 2016/17 die Situation deutlich verändert. Mit über 120 erreichten SchülerInnen und der daraus auch resultierenden großen Heterogenität ist ein Gruppensystem nicht mehr möglich.

Durchführung 2017:
Die Schule stellt die Sprachförderung für die SchülerInnen zur Verfügung. Über den LAP werden sozialpädagogische Projekte zur sozialen Integration, wie z.B. das Theaterprojekt, Sozialraumerkundung usw. gemäß Antrag durchgeführt. Die ProjektteilnehmerInnen sind wechselnd.
Eine feste Willkommensgruppe gibt es in dem Sinne daher nicht mehr.Die Struktur hat sich gewandelt: von einer festen Gruppenstruktur zu einer Projektstruktur.

Der JMD hat die Aufgabe des Casemanagements und der individuellen Integrationsförderplanung für SchülerInnen am Übergang Schule – Beruf.
Das LAP Angebot ersetzt nicht die Jugendmigrationsangebote. Die o.a. Projekt-Angebote würden ohne die LAP Förderung ersatzlos wegfallen.
Das Gespräch findet seine Fortsetzung am 22. Mai. An diesem Termin wird auch ein Vertreter vom ISM in Mainz dabei sein.

Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

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Inhaltliche Grundlagen

Als Grundlage für die Förderung durch das Bundesprogramm werden zu Beginn eines Förderjahres Fortschreibungsanträge, im Verlauf eines Jahres Zwischenberichte und abschließend Ergebnisberichte geschrieben. Diese bilden die inhaltliche Grundlage.
pdfAntrag für neues Bundesprogramm 2015 (1.38 MB)
Der Abschlussbericht dokumentiert die Arbeit aus dem Förderzeitraum 2007–2010.
pdfErgebnisbericht 2007-2010 (2.9 MB)