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Das Jugendforum


Das Jugendforum ist eine durch das Bundesförderprogramm Demokratie Leben ins Leben gerufene Initiative für Jugendliche und junge Erwachsenen bis 27 Jahre. Es werden Geldmittel zur Verfügung gestellt, um demokratische und gemeinnützige Projekte umzusetzen.

Aktivitäten des Jugendforums

 

Aktuelles Projekt:

Jugend im Dialog

 

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Terminübersicht

Protokollauszug der Sitzung vom 27.1.2010

Der Ausschuss beginnt seine Sitzung mit der Teilnahme an der öffentlichen Gedenkveranstaltung zur Befreiung von Auschwitz. Die Veranstaltung wurde von Jugendlichen, die bei der durch den LAP geförderten Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teilgenommen hatten, mitgestaltet. Die persönlichen Äußerungen der Jugendlichen waren für alle an der Veranstaltung Teilnehmenden sehr beeindruckend.

Information über die Situation in Bad Sobernheim

Zu Beginn des Konferenzteils der Sitzung erklärt ein Vertreter des IB ausführlich die Entwicklungen in Bad Sobernheim, aufgrund derer der IB im Jahr 2009 seinen Antrag zurückgegeben hatte.

Diese Ausführungen lagen allen Ausschussmitgliedern auch in schriftlicher Form vor. Sie waren bereits mit der Einladung verschickt worden.

Beratung und Beschlussfassung über die Anträge

Der Begleitausschuss berät die bisher eingegangenen Anträge.

Nach Auffassung des lokalen Begleitausschusses sind drei Anträge praktisch nicht zu diskutieren. Es handelt sich um die Anträge Lokale Koordinierungsstelle, Internetbezogene Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation (alle 2 Monate einen Newsletter und regelmäßige Pflege der Homepage) sowie um den Antrag Coaching zur Sicherung der Nachhaltigkeit durch und von Vielfalt Projekten. Die Aufgaben für das Coaching wurden im Vorfeld mit dem Coach besprochen: Begleitung und Beratung einzelner Projekte (in Meisenheim, in Sobernheim, in Roxheim-Mandel), Beratung der Koordinierungsstelle während eines Treffens pro Quartal.

Der Ausschuss beschließt diese drei Anträge einstimmig.

Nach der Punktevergabe anhand des Bewertungsrasters ergibt sich bei den übrigen Anträgen folgendes Bild:

„Gegen das Vergessen" Gedenkstättenfahrt der Kirchengemeinde Roxheim Mandel: 110 Punkte.

Gedenkstättenfahrt zum Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Berlin, BDP Projekt: 96 Punkte

CUT - Courage und Toleranz, Filmprojekt der Ev. Kgm. Meisenheim: 95 Punkte

Spurensuche – Kinder erspüren und begegnen jüdischem Leben in Meisenheim, Ev. Kgm. Meisenheim: 87 Punkte

Miteinander Leben: (aufbauend auf ZoFF) in Sobernheim, IB Projekt: 86 Punkte

Theaterpädagogische Veranstaltung gegen das Vergessen, BDP Projekt: 75 Punkte

Der Ausschuss beschließt die ersten 4 Projekte einstimmig mit folgendem Zusatz:

Die Kirchengemeinde Roxheim - Mandel soll sich auch um eine Förderung durch das deutsch-polnische Jugendwerk und durch die Landeskirche bemühen. Eventuelle zusätzliche Förderungen sollen bei der Mittelzuweisung durch den LAP verrechnet werden und mindern die LAP - Fördersumme. Martin Rüttgers soll das Projekt in dieser Frage beraten.

Das BDP Projekt „Theaterpädagogische Veranstaltung gegen das Vergessen" wird im Ausschuss zurückgestellt und soll in der nächsten Sitzung erneut mitberaten werden. Die geringe Punktezahl und die Schwerpunktaktivitäten im Nachbarlandkreis waren ausschlaggebend für diese Beschlusszurückhaltung.

Das IB Projekt in Bad Sobernheim wird intensiver diskutiert. Bei einer Gegenstimme wird im Ausschuss der Antrag des IB mit folgenden Anmerkungen und Ergänzungen beschlossen:

Grundsätzlich obliegt dem Sozialausschuss und dem Stadtrat Bad Sobernheim in der Sache eine grundlegende Entscheidungshoheit sowie Entscheidungsverantwortung im Blick auf die Gesamtschau der derzeitigen Entwicklungen in Bad Sobernheim. Die Befürwortung einer Antragstellung entbindet die Stadtgremien nicht aus dieser Verantwortung. Die Umsetzung eines Antrages wird seitens des Begleitausschusses idealerweise als Anschubfinanzierung bzw. als Auftakt für einen langfristigen Prozess verstanden.

Der Begleitausschuss befürwortet die Umsetzung von Angeboten und Maßnahmen in Bad Sobernheim im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes. Hierfür können im Vernehmen mit örtlichen Projektträgern (freie Träger der Jugendhilfe) Vorhaben im Rahmen der zur Verfügung stehenden Bundesmittel beantragt und bewilligt werden.

Der Ausschuss hält es für hilfreich und sinnvoll, wenn in der Stadt Bad Sobernheim ein Projekt im Sinne des „Lokalen Aktionsplanes" durchgeführt wird. Dem Begleitausschuss ist es hierbei ein Anliegen, dass durch dieses Angebot ein Informationsnetzwerk von deutungsmächtigen Persönlichkeiten und Institutionen installiert wird. Hierbei ist auch an eine Einbindung des Beratungsnetzwerkes des Landesjugendamtes gedacht, aber auch an die Einbindung von anderen Personen aus den Bereichen Jugend, Sicherheit und Ordnung, Migration usw.. Ziel sollte es sein, dass über dieses Gremium ein Zugang und Kontakt zu Kindern und Jugendlichen entsteht. Im Dialog bzw. im Kontakt kann so auch der Blick auf die bestehende Affinität zur rechten oder Gewaltszene gerichtet werden. Damit verbunden sind geeignete Maßnahmen zum Umgang mit dieser Zielgruppe zu überlegen bzw. zu installieren.

Die Mitglieder des Ausschusses verpflichten sich selbst, den handelnden Akteuren in Bad Sobernheim mit ihren Informationen zur Seite zu stehen und werden sich, soweit gewünscht und es möglich ist, in Prozesse einbinden und damit den Vernetzungsprozess fördern.

Der Arbeitsschwerpunkt des Vorhabens muss im Bereich der „Randgruppenarbeit" (schwierigen/ auffälligen Kindern und Jugendlichen/ Heranwachsenden) und in der Einbindung von öffentlichen Meinungsbildnern liegen und wird als offener Prozess verstanden.

Der Begleitausschuss erachtet es als sinnvoll, wenn bei Bedarf außenstehende Moderatoren in eine Prozessbegleitung eingebunden werden. Über den Begleitausschuss erhält der derzeitige Coach den Auftrag, sich ggf. in den Prozess in Bad Sobernheim einzubinden. Die örtlichen Akteure können so dieses Angebot zur Stärkung und Reflexion der eigenen Projektumsetzung nutzen.

Sollte der IB sich vorstellen können, unter einer Einarbeitung dieser Punkte den bisher gestellten Antrag zu modifizieren und weiterhin im Vernehmen sowie unter Zustimmung der Stadt das Vorhaben durchführen zu wollen, dann stimmt der Begleitausschuss der bisher vom IB beantragten Mittelanforderung zu. Eine Vernetzung von IB mit den genannten Akteuren wird hierbei vorausgesetzt.

Insgesamt sind durch die beschlossenen Projekte ca. 60.000 Euro gebunden. Für die Vergabe in der nächsten Sitzung stehen somit noch 40.000 Euro zur Verfügung. Die bekannten Projektinteressierten sollen durch die lokale Koordinierungsstelle aufgefordert werden, ihre Anträge möglichst bis zu diesem Termin zu stellen.

Mitteilungen und Verschiedenes

Die Seite www.dresden-nazifrei.com informiert über die Demonstration gegen die Naziaufmärsche in Dresden. Die Seite www.dresden-nazifrei.com wurde von der Staatsanwaltschaft gesperrt.

"Die Staatsanwaltschaft Dresden hat nun verfügt, den technischen Provider auf die Strafbarkeit der Aufrufe, Plakate und Flyer hinzuweisen und diesen gleichzeitig aufzufordern, die strafbaren Inhalte zu entfernen bzw. den Zugang zur Website (...) zu sperren". Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Aufruf "Gemeinsam blockieren" eine "öffentliche Aufforderung zu Straftaten".

Auf der Seite des Lokalen Aktionsplanes für die Stadt und den Landkreis Bad Kreuznach ist der Aufruf zur Demonstration veröffentlicht.

Es wird bald wieder den nächsten Newsletter geben. Themen und Inhalte werden gesammelt und können bei der Koordinierungsstelle benannt werden.

Die entstandenen Bilder des Projektes „Frauen im Faschismus" waren bis zum 29.01.10 in der Lage zu sehen. Vom 2. bis 16 März werden die Bilder noch in der Stadtbibliothek ausgestellt.

Als nächster Sitzungstermin des lokalen Begleitausschusses wird der 22. März um 15.00 Uhr verabredet.

Bundesprogramm

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramm: „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

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Inhaltliche Grundlagen

Als Grundlage für die Förderung durch das Bundesprogramm werden zu Beginn eines Förderjahres Fortschreibungsanträge, im Verlauf eines Jahres Zwischenberichte und abschließend Ergebnisberichte geschrieben. Diese bilden die inhaltliche Grundlage.
pdfAntrag für neues Bundesprogramm 2015 (1.38 MB)
Der Abschlussbericht dokumentiert die Arbeit aus dem Förderzeitraum 2007–2010.
pdfErgebnisbericht 2007-2010 (2.9 MB)